Aktuell

April 2012

Gute Arbeit lob ich mir
                                   
Allgäu(ak): Angeregt durch die KAB Wanderausstellung „Gute Arbeit – hier arbeitet ein Mensch“, sammelten 1000 Schülerinnen und Schüler der Berufschule III in Kempten viele Eindrücke und Informationen zu diesem Thema. Mit den unterschiedlichsten Methoden haben sie sich mit dem Thema befasst. Beim Brainstorming wurden erste Gedanken dazu aufgegriffen und diskutiert. Einige Schüler haben zusammen mit den Lehrern eine Andacht vorbereitet und diese gemeinsam mit der KAB Gruppe 60plus gefeiert. Eine andere Klasse besuchte den Eine Weltladen und anschließend den Bauernmarkt in Kempten. Das Fazit der Schüler war „wir werden in Zukunft aufpassen was wir kaufen und auf die regionale Vermarktung achten“.
Bei der Finnisage wurde von den Schülern nochmals deutlich gemacht wie wichtig ein Arbeitsplatz und gute Bezahlung ist. Aber auch Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist wichtiger den je. Die KAB Kreisvorsitzende Erna-Kathrein Groll zeigte sich sehr beeindruckt von den Aussagen der Schülerinnen und Schüler.

 

Am 22 März 2012 fand die Jahreshauptversammlung des KAB Ortsverbandes
St. Ulrich in Kempten statt. Nach dem Gottesdienst, der für die verstorbenen Mitglieder der KAB in der Ulrichskirche gefeiert wurde, traf man sich im Pfarrsaal. Herr Steffen Colditz begrüßte die Mitglieder und berichtete von den Aktivitäten des letzten Jahres. Er zeigte einen Film von der Innovationsmesse der KAB in Augsburg die am 28. Mai 2011 stattfand. Aus ganz Deutschland trafen sich die einzelnen Ortsgruppen und stellten ihre Projekte vor. Als Schwerpunkt der Veranstaltung stellte sich  die  KAB als Schnittstelle für Arbeit, Soziales und Glauben vor. Das Projekt „Stadtteilbegehung – wie Leben und Arbeiten wir in unserem Stadtteil“, von der KAB St. Ulrich wurde dort auch vorgestellt. Dazu  wurden  150 Personen befragt was sie sich für den Stadtteil Ost wünschen und welche Anliegen Sie  haben. Schwerpunkte waren u. a. Schule, Spielplätze, Kinderkrippen, barrierefreie Wege und Bänke zum Ausruhen. Im zweiten Schritt wurde eine Stadtteilbegehung der KAB mit  Stadträten und Bewohnern durchgeführt, wo auf die verschiedenen Anliegen und Wünsche eingegangen wurde. Als nächster Schritt ist ein Gespräch mit dem Oberbürgermeister Dr. Ulrich Netzer angedacht.
Für das kommende Jahr ist für den 10. Mai ein Dia Vortrag über das Grödner Tal und die 3 Zinnen geplant.  Am 3 Juli findet eine Führung in der Residenz unter dem Titel statt: Sind Mönche die besseren Politiker.
Für ihre langjährige Mitgliedschaft in der KAB wurden Herr und Frau Schönhuber, Frau Maria Seltmann und Johannes Morasch für jeweils 25 Jahre die silberne Ehrennadel verliehen

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Auf dem Foto sind von links nach rechts folgende Personen zu sehen.
Herr Johannes Morasch, Präses Aleksander Gajewski, Herr Walter Morasch und Frau Gertraud und Winfried Schönhuber zu sehen.

 

370 Jahre Ehrenamt für die KAB

„Ehrungen für ehrenamtliches Engagement sind eine gute Tradition in der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB), aber das Besondere hier ist die unglaublich lange und intensive Zeit des Engagement dieser sechs Männer und einer Frau, die sich zusammengezählt 370 Jahre für die Ziele und Aufgaben der KAB eingesetzt haben“, begann Erna-Kathrein Groll, KAB Diözesanvorsitzende ihre Laudatio. Fünf Mal konnte Sie eine Urkunde des KAB Bundesverbandes für je 50 Jahre geleistete Arbeit im Ehrenamt überreichen und zwei Mal sogar für je 60 Jahre. „Die Methoden und die Medien in der Verbandsarbeit mögen sich geändert haben. Heute müssen wir ganz selbstverständlich im Internet und in den sozialen Netzwerken aktiv im Dialog mit den Menschen sein, um die Entwicklungen in der immer schneller agierenden Politik- und Wirtschaftswelt mitgestalten und beeinflussen zu können“, so Erna-Kathrein Groll. Der Inhalt des Engagement habe sich aber seit Anfang an nicht geändert. „Wir stehen ein für Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen, für Gute Arbeit, für die Bewahrung der Schöpfung, für die Verbindung von Glauben und Leben und für nachhaltiges Leben und Arbeiten.“ Diese Nachhaltigkeit zeige sich ganz besonders im langjährigen Engagement der Geehrten. Karl Straub, Vorsitzender des Ortsverbandes St. Lorenz und seine Frau Marianne Straub haben, ebenso wie die anderen Aktiven des Kemptener Ortsverbandes, jeden Monat eine Veranstaltung geplant, organisiert und durchgeführt. Sie haben in persönlichem Einsatz als Betriebsratsvorsitzender bei den Edelweiß Milchwerken Karl Hoefelmayr, im Stadtrat von Kempten oder in der Frauenunion ihr Ehrenamt in der KAB ergänzt und gestärkt. Diese Vielfalt sei eine besondere Stärke des ehrenamtlichen Engagements in der KAB. „Wer wie Karl und Marianne Straub bereit ist sich einzusetzen in Kirche und Arbeitswelt, der weiß um die Sorgen und Nöte der Menschen und kann sich gestärkt durch die Bildungsmaßnahmen im KAB Verband auch in anderen gesellschaftlichen Strukturen einbringen und aktiv mitgestalten.“ 
Mit Dank für die geleistete ehrenamtliche Arbeit konnte Erna-Kathrein Groll die Urkunden für 50 Jahre an Marianne Straub, Karl Straub, Franz Grotz, Paul Barmetler und Frau Meinl stellvertretend für Ihren verstorbenen Mann Ernst Meinl überreichen. Nicht auf dem Bild zu sehen sind die beiden Geehrten Karl Weber und Peter Vogt, jeweils 60 Jahre aktives ehrenamtliches KAB-Engagement.


März 2012

Gute Arbeit" - Ausstellung soll Schüler zu Projekten anregen

Kempten, 17. März 2012, (ekg). Die Ausstellungseröffnung GUTE ARBEIT in Kempten war ein schöner Erfolg. In der vollbesetzten Aula der Berufsschule III in Kempten wurde die Ausstellung mit geladenen Ehrengästen aus Politik und Wirtschaft, vielen KAB Mitgliedern aus Kempten und dem gesamten Allgäu, sowie den Lehrkräften und vielen Schülerinnen und Schülern am Mittwoch den 14. März eröffnet.
Gute und faire Arbeit spiegelte sich in allen Redebeiträge und in den gelesenen Texten der Berufsanfängern wieder und sogar beim Buffet, mit den gefüllten Krügen mit Leitungswasser, Fruchtsäfte aus dem fairen Handel und Brot aus dem örtlichen Bäckerladen, gebacken mit biologischen Zutaten unter fairen Arbeitsbedingungen, stand das Thema im Vordergrund.
Während der nächsten zwei Wochen wird nicht nur die Ausstellung weiterhin zu sehen sein, sondern in vielfältigen Projekten und im Unterrichtsverlauf in verschiedenen Schulfächern mit denn rund 50 Klassen das Thema Gute Arbeit aufgegriffen. Auch ein ökumenischer Gottesdienst wird im Rahmen der Veranstaltungen stattfinden.
Die Ausstellung und die Projekte werden in Zusammenarbeit mit KAB und der Schulleitung sowie den Lehrkräften der Berufsschule Kempten durchgeführt und begleitet. Eine Finnisage, die für den 26. März geplant ist, wird dann die Projektergebnisse der Öffentlichkeit vorstellen.

 

Unterwegs nach Santiago de Compostela

Im Pfarrzentrum Sankt Lorenz in Kempten verfolgten die Mitglieder der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) die Pilgerreise der KAB-Kreisvorsitzenden Erna-Kathrein Groll nach Santiago de Compostela. Karl  und Marianne Straub, KAB-Ortsvorsitzende von St. Lorenz, hatten eingeladen und konnten viele Gäste und Mitglieder zu dem Bildervortrag im gut besetzten Pfarrsaal begrüßen. Im Sommer des letzten Jahres, war Erna-Kathrein Groll von St. Jean Pied de Port aufgebrochen, um die rund 750 km zu Fuß durch den Norden Spaniens nach Santiago de Compostela zu wandern. „Es ist schon erstaunlich mit wie wenig man auskommen kann, wenn man alles auf dem Rücken mit sich tragen muss“, war eine der Erkenntnisse der Jakobspilgerin. War es im Mittelalter noch ein gefährliches Unterfangen, sei es heute auch für allein reisende Frauen  problemlos auf dem spanischen Wanderweg unterwegs zu sein. Die Gastfreundschaft und Hilfsbereitschaft gegenüber den Pilgern sei sehr groß gewesen. Es sei fast unmöglich sich zu verlaufen, da der Weg durch zahlreiche ehrenamtliche Pilgerfreundevereine regelmäßig mit gelben Pfeilen ausgestattet werden. „Als ich in Pamplona und Leon, dann doch einmal den Überblick verloren hatte, waren sofort Einheimische zur Stelle und brachten mich mit dem freundlichen Pilgergruß, Buen Camino, auf den richtigen Weg“, erinnerte sich  Erna-Kathrein Groll. Einige Gäste waren besonders an den notwendigen Vorbereitungen der Reise und Informationen zur Ausrüstung für die Wanderung interessiert. „Wir planen schon seit einigen Jahren wenigstens ein Teilstück des Jakobsweges zu gehen“, erklärte ein Zuhörer. Auch wenn die theoretische Vorbereitung für den Pilgerweg wichtig sei, würde jede Pilgerin und jeder Pilger den Weg ganz unterschiedlich erleben. „Besonders die Begegnungen mit den Menschen unterwegs und das Wetter  machen das Fernwandern auch heute noch zu einem Abenteuer“, war das abschließende Fazit der Referentin.

 


Oktober 2011

Kemptener Kreisvorsitzende in KAB Bundesvorstand gewählt

Die Kemptenerin Erna-Kathrein Groll ist auf dem 14. Bundesverbandstag der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands (KAB) Anfang Oktober in Würzburg in den Bundesvorstand der KAB Deutschlands gewählt worden. Groll, die auch KAB-Vorsitzende im Kreisverband Kempten sowie im Diözesanverband Augsburg ist, setzt sich in dem 12-köpfigen KAB-Gremium dafür ein, die politisch programmatische Ausrichtung des 150.000 Mitglieder zählenden Sozialverbandes in den kommenden Legislaturperiode weiterzuentwickeln und umzusetzen. „Die Nähe zu den Ortsverbänden hilft, die Realität und Lebenswirklichkeit vor Ort mit der Umsetzbarkeit von politischen und verbandlichen Idealen in Verbindung zu bringen“, erklärte die Kemptener Stadträtin Groll.
In einem Zukunftsantrag hat der KAB-Bundesverbandstag eine engere Verzahnung der Bundes- mit der Diözesan und Bezirksebene beschlossen. Hier kommt dem Bundesvorstand, in den Erna-Kathrein Groll erneut gewählt wurde, eine besondere Bedeutung zu. Er vernetzt und koordiniert die Diözesanverbände und unterstützt die regionalen Gliederungen.
Erna-Kathrein Groll hatte gemeinsam mit über 200 Delegierten aus dem gesamten Bundesgebiet den Leitantrag "Fair teilen statt sozial spalten - Nachhaltig leben und arbeiten" auf den Weg gebracht, und somit die programmatischen Weichen des katholischen Sozialverbandes und seinen Ebenen für die kommenden vier Jahre gestellt.  Ziel ist es, eine solidarische Ökonomie voranzutreiben, die die Schöpfung Gottes nachhaltig schützt.
In vielen Initiativen und Projekten innerhalb des Sozialverbandes und in Kooperation in Netzwerken außerhalb will die KAB aus den Prinzipien der christlichen Sozialethik heraus das gesellschaftliche Bewusstsein hin zu einer nachhaltigen Wirtschaftsweise prägen helfen. Auf dem Bundesverbandstag in Würzburg unterstützten DGB-Vize Ingrid Sehrbrock und auch der ehemalige Bundesumweltminister und EX-UNEP-Generaldirektor Klaus Töpfer den neuen Kurs der KAB.

 


APRIL 2011

Grundeinkommen garantiert!

„Wie würde sich mein Leben verändern, wenn ich jeden Monat einen Geldbetrag vom Staat garantiert ausgezahlt bekommen würde, der zu einem bescheidenen Leben reichen könnte?“, diese Frage stellten sich die Teilnehmer die auf Einladung der Caritas Kempten-Oberallgäu und der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Kempten-Allgäu ins Pfarrheim St. Lorenz in Kempten gekommen waren.
Ralf Welter, KAB-Grundeinkommensexperte forderte angesichts der sich radikal wandelnden Arbeitsgesellschaft, in der nicht mehr jedem und jeder ein Vollzeitjob garantiert werden könne, den Umbau hin zu einer Tätigkeitsgesellschaft, in der Arbeit in ihren verschiedensten Formen für alle da sei. Basis sei ein garantiertes Grundeinkommen, das das menschenunwürdige Hartz-IV ablöse solle. „Das Garantierte Grundeinkommen bezeichnet ein gesellschaftspolitisches Konzept, nach dem jede Bürgerin und jeder Bürger einen individuellen gesetzlichen Anspruch auf eine bedingungslose monetäre Absicherung durch das jeweilige politische Gemeinwesen hat“, erklärte Ralf Welter.  „Durch die Einführung eines Grundeinkommens darf es jedoch nicht zum Abbau sozialer Sicherungssysteme und zu Dumpinglöhnen kommen. Die Forderung nach einem Mindestlohn ist gerade auch bei Einführung des Grundeinkommens wichtig“, machte Erna-Kathrein Groll, KAB-Vorsitzende klar. Dieser Grundsatz unterscheide das Modell der KAB auch klar von den zahlreichen anderen Modellen zum Grundeinkommen, die es mittlerweile bereits gibt. „Die Idee des Grundeinkommens ist allerdings nicht neu“, verdeutlichte Uwe Hardt, Geschäftsführer der Caritas und nannte Namen wie Thomas Morus, der bereits 1516 in seinem Roman „Utopia“ allen Menschen des Landes eine Art Lebensunterhalt zu zahlen forderte. Dennoch sei das Grundeinkommen so aktuell wie nie, denn ein Zurück zu Vollbeschäftigung und „die Rente ist sicher“ werde es nicht mehr geben, machte KAB-Referent Welter klar. Dass das Grundeinkommen längst keine Utopie mehr sein muss, wird deutlich bei der Grundlage zur Finanzierung. „Das Garantierte Grundeinkommen ersetzt die auf Fürsorgeprinzipien beruhenden und dementsprechend steuerfinanzierten sozialpolitischen Instrumente: Arbeitslosengeld II, Sozialgeld, Grundsicherung für nicht Erwerbsfähige, Kindergeld, BAföG etc. Die großen fünf Säulen der Sozialversicherung (Kranken-, Pflege-, Renten-, Arbeitslosen- und Unfallversicherung) bleiben erhalten“, zeigte der Referent auf. Dabei ging er auch sehr detailliert auf die einzelnen Posten der Finanzierungsmöglichkeiten ein. Damit die schwierigen Zahlen, Daten und Fakten des Abends etwas leichter verdaulich waren, umrahmte der Chor „voice essence“ unter Leitung von Lilo Naumann mit ihren spritzigen und zum Teil hintergründigen Liedern gekonnt und charmant den Diskussionsabend.
Am Ende der Veranstaltung fand sich eine Gruppe begeisterter Teilnehmer, die sich zu einer Initiative Grundeinkommen zusammengefunden haben. Ralf Welter von der KAB bot spontan an, die Gruppe als Pate zu begleiten und zu unterstützen. Weitere Interessierte  können sich im KAB-Sekretariat in Kempten unter Tel. Nr. 0831-23330 oder unter kab.kempten@t-online.de anmelden.


Tätigkeitsgesellschaft – mehr als nur Erwerbsarbeit!

„Mit dem Rückgang der Erwerbsarbeit, den Auswirkungen des demographischen Wandels und der Krise in der sozialen Absicherung der Menschen gehen, die uns allen bekannten, Probleme wie weniger Beitragszahler, höhere Sozialausgaben, zurückgehender Konsum, zunehmende Armut und abnehmende Solidarität einher. Die Folge ist eine zunehmende Spaltung und Fehlentwicklung unserer Gesellschaft“,  so führte Matthias Blöcher, aus dem Grundsatzreferat der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands in das Thema „Tätigkeitsgesellschaft“ ein. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesellschaft im Wandel“ hatten dazu der Caritasverband Kempten-Oberallgäu und die KAB Kreisverband Kempten-Allgäu in Kooperation mit Diakonie und Rotes Kreuz eingeladen.

„Als Verbände die unmittelbar mit den Menschen im sozialen Bereich und im Bereich der Arbeit zusammenarbeiten, nehmen wir die Frustration und Demotivation der Menschen unmittelbar wahr. Dem wollen wir wirksam entgegentreten“, machte Uwe Hardt, Geschäftsführer der Caritas im Allgäu deutlich. Die Nachfrage in Beratungsstellen und unterstützenden Einrichtungen steige rasant an, die Umbrüche in der Gesellschaft seien offensichtlich geworden und vor allem junge Menschen und ältere Frauen seien sozial benachteiligt und von Armut bedroht. „Deshalb ist es aus Sicht der Kirchen und Sozialverbände höchste Zeit für Veränderung.“ KAB-Referent Matthias Blöcher machte deutlich, dass die Erweiterung des Begriffes Arbeit in Tätigkeitsgesellschaft, in der Erwerbsarbeit, gemeinnützige und Privatarbeit gleichwertig zusammenwirken einen neuen Ansatz zu einem sozial gerechteren Gesellschaftsentwurf ermöglichen würden. „Solange wir in alten Denkmustern und Schablonen verhaftet bleiben, wird sich nichts ändern“, ist sich Erna-Kathrein Groll, Diözesanvorsitzende der KAB Augsburg, sicher. „Eine kosmetische Verbesserung im bestehenden System, das darauf aufgebaut ist, dass ausschließlich durch die Erwerbsarbeit  die Zugangsvoraussetzung für den Bezug sozialer Leistungen geschaffen werden, wird die gravierenden sozialen und gesellschaftlichen Probleme nicht mehr lösen können.“ Der Chor CHORAMI unter Leitung von Lilo Naumann begann mit dem Lied „I have a dream“ und sprach damit den Veranstaltern aus der Seele. „Denn alle gesellschaftlichen Veränderungsprozesse haben mit einem Traum, einer Vision, begonnen und dazu gehört auch die Idee eines Grundeinkommens, das aus unserer Sicht eine grundsätzliche Voraussetzung für einen gerechteren Sozialstaat bildet“, damit luden Uwe Hardt und Erna-Kathrein Groll zur abschließenden Veranstaltung der Reihe mit dem Titel „Grundeinkommen garantiert“ ein.


Am Donnerstag den 31. März fand die Jahreshauptversammlung des KAB-Ortsverbandes St. Ulrich statt. Der Versammlung ging ein Gottesdienst in der St. Ulrichs Kirche voraus, wo der verstorbenen Mitglieder  des Ortsverbandes gedacht wurde.
Steffen Colditz begrüßte als Vertreter des Leitungsteams die Mitglieder und gab einen Rückblick auf die Veranstaltungen des letzten Jahres. Nach dem Kassenbericht und dem Bericht der Revisoren wurde die Vorstandschaft  einstimmig entlastet.
 Für  ihre 25 jährige Mitgliedschaft wurden Frau Gabriele Heider und Frau Maria Steur geehrt. Herr Wolfgang Morasch konnte für 40 Jahre und Herr Albert Schiegg für 50 Jahre  Mitgliedschaft eine Ehrenurkunde und ein Geschenk überreicht werden.
Die Kreis-und Diözesanvorsitzende Frau Erna Groll stellte das aktuelle Projekt “KAB direkt vor Ort “ vor. Wir wollen der Frage nachgehen, wie die Menschen in unserem Stadtteil leben und arbeiten. Gemeinsam mit den jeweiligen Gruppen wird die Situation der Kinderbetreuung, der Seniorenbetreuung, der Freizeitmöglichkeiten, der Nahversorgung und ihrer Arbeitssituation unter die Lupe genommen.
In einem ersten Schritt wird anhand von Interviews mit einem Fragebogen eine Umfrage bei den Gottesdienstbesuchern von St. Ulrich durchgeführt. Bei der Versammlung konnten die Mitglieder der KAB, als Test, den Fragebogen beantworten und Verbesserungsvorschläge  unterbreiten.
Ziel ist es zusammen mit den Stadtteilbewohnern in einer Veranstaltung zu überlegen, welche Möglichkeiten der positiven Veränderungen daraus entstehen können.

 


 

Ab Mitte April werden Ihnen Wahlunterlagen für die Sozialwahl 2011 übersandt. Bis zum 1. Juni sind dann über 46 Millionen Menschen aufgefordert ihre Stimme abzugeben. Bei der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV-Bund) und bei den Ersatzkrankenkassen DAK, BARMER/GEK, TK und anderen, sowie bei einigen Berufsgenossenschaften werden die Versicherte per Briefwahlunterlagen aufgerufen, ihre Vertreterinnen und Vertreter in die Selbstverwaltungsorgane im Rahmen von Urwahlen zu wählen. Die Sozialwahl findet alle 6 Jahre statt. Versicherte und Rentner wählen die Vertreterversammlung der Deutschen Rentenversicherung, sowie die Verwaltungsräte der gesetzlichen Krankenkassen, vor allem der Ersatzkassen und Betriebskrankenkassen. Die auch als „Parlament“ bezeichneten höchsten Gremien der Selbstverwaltung entscheiden unter anderem mit über den Haushalt, wählen und kontrollieren die Vorstände und Geschäftsführungen der Versicherungsträger.

Die Sozialwahl ist eine Listenwahl, d.h. gewählt werden nicht Personen, sondern Organisationen, die dann ihre Kandidaten/innen entsenden.
Zur Wahl stehen Listen, die von Gewerkschaften und anderen Arbeitnehmervereinigungen vorgeschlagen werden.

Die christlichen Verbände: Kolpingwerk Deutschland, Bundesverband Evangelischer Arbeitnehmerorganisationen e.V. (BVEA) und Katholische Arbeitnehmer-Bewegung Deutschlands e.V. (KAB) in der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Arbeitnehmerorganisationen - kurz ACA - treten mit einer gemeinsamen Liste zu den Sozialwahlen 2011 an.

Wenn Sie mit Ihrer Stimme für den Erhalt unseres Solidarsystems eintreten möchten – die Liste der christlichen Arbeitnehmer-Organisationen finden Sie bei Ihrer Kranken- und DRV Bund unter folgender Nummer:
BARMER Ersatzkasse                                                                                          LISTE NR.  5
DAK Deutsche Angestellten-Krankenkasse                                                  LISTE NR.  5
Deutsche Rentenversicherung Bund (DRV Bund)                                        LISTE NR.  5
TK Techniker Krankenkasse                                                                              LISTE NR.  3
Die Wahlbeteiligung ist auch ein Abbild des Interesses der Versicherten an dem System ihrer sozialen Sicherung. Verschenken Sie Ihre Stimmen nicht.

Die ACA wirbt um Ihre Stimmen, denn mit Ihren Stimmen können Sie mit dazu beitragen, dass Solidarität und Gerechtigkeit nicht ins Hintertreffen geraten und christliche Grundwerte auch in Zukunft vertreten werden.

Mehr zum Thema Sozialwahlen 2011, über die Kandidatinnen und Kandidaten der ACA und zu ihrem sozialpolitischen Programm finden Sie im Internet unter: www.aca-online.de

Bitte unterstützen Sie unsere Organisationen mit Ihrer Stimme.
Ihre Stimme zählt.
            Wählen Sie Kolping - KAB - EAG in der ACA !!!

ViSdP: ACA Schwaben * Hans Reich * Aussiger Str.5 * 87600 Kaufbeuren *

Plakat Sozialwahl 2011 >>>

Als glaubwürdige Zeugen Christi auf dem Weg
Lebensbetrachtung im Lichte des Evangeliums

Haben Sie nicht auch immer einmal wieder den Eindruck, dass sich unsere Gesellschaft immer weiter von unseren christlichen Idealen wegbewegt? Fällt es Ihnen nicht auch auf, dass Themen wie Würde der Person oder Solidarität immer seltener angesprochen werden? Viele Menschen ziehen daraus den verhängnisvollen Schluss: wenn meine Werte nichts mehr mit meinen Alltag zu tun haben, dann muss ich mich an neuen Werten orientieren. Betrachten wir doch einmal die Wirklichkeit mit der Brille unserer christlichen Werte und zeigen auf, welche Fehlentwicklungen zu beobachten sind:

 

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) betrachtet die Wirklichkeit (SEHEN) im Lichte des Evangeliums bzw. der Sozialverkündigung der Kirche (Be-URTEILEN) und zieht daraus ihre werteorientierten, sozialen, gesellschaftlichen und politischen Konsequenzen (HANDELN). Dies gilt für die individuelle Lebensbetrachtung (Aktionskreisarbeit) ebenso wie für die verbandliche Mitwirkung und aktive Beteiligung.

In unseren Reihen ist noch Platz – für Sie!
Bringen Sie sich ein und fragen Sie nach, wir freuen uns darauf.

 

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